Heimatkundlicher Verein Thalheim / Erzgebirge e.V.

GLÜCK AUF

und herzlich willkommen auf unserer Homepage!

Die Mitglieder des Vereines haben es sich zur Aufgabe gemacht, das geistig-kulturelle Leben sowie die Heimatverbundenheit zu fördern. Heimatkundliche Forschung und deren Dokumentation stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. 
In den mehr als 20 Jahren unseres Bestehens haben wir zahlreiche Forschungsthemen abgeschlossen und dokumentiert. 
Eine umfangreiche Sammlung ermöglicht uns eine ständige Ausstellung im Haus der Heimatkunde zu zeigen. Diese wird durch wechselnde Ausstellungen zu den erforschten Themen ergänzt. 
Wir wünschen uns reges Interesse an unserer Arbeit. Das soll durch diese Homepage unterstützt werden. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und über die zur Verfügungstellung alter Anschauungsstücke, Bilder oder Dokumente für unsere Ausstellung. 

Uwe Lindner
Vorsitzender

Aktuelle Informationen

Februar 2026
Geheimnisvoller Rabiswald und historischer Kohlemeiler

Am 14. Februar erlebten in der Stiftung „Tholm“ zahlreiche Besucher zwei äußerst interessante Vorträge. Herr Klaus Schröpel vom Heimatkundlichen Verein berichtete über seine Forschungen zum Rabiswald / Rochelsberg. Der Rochelsberg ist eine ca. 570 Meter (NN) hohe Erhebung am südlichen Rand der heutigen Thalheimer Flur. (oberhalb der Zwönitz / der Eisenbahnlinie / des Pionierweges) Im Jahr 2018 gehörte der Rabiswald zu den besonders von Sturmschäden betroffenen Flächen unserer Heimat. Historisch zählte der Rochelsberg/ Rabiswald zu den Herrschaftswäldern, die zum direkten Besitz des Stollberger Schlosses gehörten. Die Schlossherren gingen in diesen Wäldern zur Jagd. Seit 1564 gehörte die Herrschaft Stollberg dem Sächsischen Kurfürsten. Der Rochelsberg gehört zu den ältesten urkundlich nachweisbaren historischen Flurnamen unserer Heimat. Im 16. Jahrhundert trieben Bergleute auf der Suche nach Edelmetallen Stollen und Schächte in den Berg. Und schließlich wurden ab 1591 große Mengen Holz aus dem Rabiswald nach Chemnitz geflößt.
Anschließend berichtete Richard Hofmann über die Forschungen und Ergebnisse seiner Masterarbeit, die sich ebenfalls mit dem Rabiswald / Rochelsberg beschäftigen. Seine archäologischen Grabungen haben hier einen verblüffenden Erfolg gebracht: Er fand uralte Reste von Holzkohlestücken, die auf einen sehr alten Meiler hindeuteten. Mit der Radiokarbonmethode konnte in einem Labor nachgewiesen werden, dass dieser Holzkohlemeiler zwischen den Jahren 1301 und 1450 betrieben wurde. Das ist eine bisher nicht bekannte Tatsache, die natürlich Auswirkungen auf die Thalheimer Geschichtsschreibung hat und weiter erforscht werden muss.
Wir danken den beiden Referenden für ihre Vorträge und den kurzweiligen Nachmittag.
(Die Masterarbeit kann im Vereinsarchiv eingesehen werden.)


Dezember 2025

Ein erfolgreiches Jahr 2025 geht zu Ende.
Der Heimatkundliche Verein Thalheim/Erzgeb. e.V. feierte in diesem Jahr sein  25-jähriges Bestehen – ein Meilenstein, der von zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen begleitet wurde. 

Höhepunkt war zweifellos die in der Festwoche zum 100. Jahrestag der Verleihung des Stadtrechts organisierte Bilderausstellung the art of tholm im Seniorenzentrum AZURIT. Es wurden Bilder von Thalheimer Künstlern aus 100 Jahren gezeigt. Sie fand große Resonanz bei den Thalheimern und unseren Gästen. Es kamen so viele Besucher, dass wir die Ausstellung zusätzlich an zwei weiteren Tagen öffneten. 

Unsere Mitglieder lieferten zahlreiche historische Bilder und Daten für die vielen Veranstaltungen, Vorträge und den Festumzug. Sie trugen damit zum Erfolg des Festes wesentlich bei.

Neue Dokumentationen entstanden, darunter „Alte Bäume in Thalheim“ und „Fritz Wetzel und der Mal- und Schitzverein Thalheim/Erzgeb. bis 1948“. Die erste Doku lädt zur Wanderung durch Thalheims Natur ein, um die zahlreichen Baumriesen zu entdecken, die da beschrieben werden. Die zweite Doku berichtet über die Entwicklung der Thalheimer Schnitzkunst, die in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ihren Höhepunkt fand. Zahlreiche Dokumente aus Archiven fanden dabei Berücksichtigung. Für den Interessierten gibt es da zahlreiche Namen, Bilder, Fakten und Episoden. (Die Dokumentationen können beim Verein erworben werden)

Außerdem wurde das Buch „100 Jahre – 100 Geschichten“ durch aktive Mitarbeit mehrerer unserer Mitglieder realisiert. Genannt seien hier Dr. Judith Matzke und Klaus Schröpel, denen der besondere Dank des Bürgermeisters zuteil wurde. Das Buch kann ebenfalls in der Stadtverwaltung und einige Läden der Stadt erworben werden. 

Es können hier nur einige Aktivitäten des Vereines in diesem besonderen Jubiläumsjahr genannt werden. Doch all dies wäre ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Helfer, Sponsoren und spendabler Besucher nicht möglich gewesen. 

Herzlichen Dank an alle, die uns so großzügig begleitet haben! Wir danken ausdrücklich jedem Einzelnen und hoffen auf ebenso große Unterstützung im Jahr 2026.

Die Mitglieder des Vereins wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit, friedvolle Weihnachtstage und ein gesundes, glückliches neues Jahr 2026. 



November 2025

Öffnung unserer ständigen Ausstellung am 2. Adventswochenende
Der HKV hat wie jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt am 6. und 7. Dezember seine Ausstellung von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über die Entwicklung Thalheim's von der Besiedlung bis zum Aufkommen der Strumpfwirkerei (12. bis 18. Jahrhundert) und Thalheim als Strumpfwirkerdorf bis zum Beginn der Industrialisierung (18. und 19. Jahrhundert), zu informieren. 

Die Schnitzer des Heimatvereines unter Leitung von Jens Fischer sind ebenfalls wieder vor Ort und zeigen, wie sie aus einem Stück Holz eine wunderschöne Figur zaubern. Auch ist es wiederum möglich Dokumentationen, Filme, historische Postkarten, Bücher u.a. zu erwerben. 

Geschenktipp: Die in diesem Jahr erschienene Dokumentation „Fritz Wetzel und der Mal- und Schnitzverein bis 1948“ berichtet über die Entwicklung der Thalheimer Schnitzkunst und deren Blütezeit in den 1930iger und 1940iger Jahren. Die gehört auf jeden Thalheimer Gabentisch! Sie kann bei uns erworben werden.

Besuchen Sie uns! Es lohnt sich auf jeden Fall.



Juli 2025

Nachlese zu unserer Ausstellung "the art of Tholm"

Unsere Bilderausstellung in der Event Location „Drei Tannen“ fand in der Festwoche vom 21. - 28. Juni anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Stadtrecht statt.  Sie stand unter dem Motto: Bilder Thalheimer Künstler aus 100 Jahren
Wir waren selbst erstaunt, wie viele malende Künstler es in Thalheim gab und noch heute gibt. So hatten wir auch keine Probleme bei der Bereitstellung einer ausreichenden Anzahl an Bildern. Insgesamt 83 Gemälde schafften es in die Ausstellung. Diese war in 2 Räume gegliedert: "Alte Meister" und "Junge Meister". Auf Grund des großen Interesses haben wir noch eine Sonderöffnung am 5. und 6. Juli ermöglicht, die nochmals zahlreich besucht wurde. 
Eine Umfrage unter den Besuchern ermittelte die beliebtesten Bilder. Unangefochtene Nummer 1 war Albin Vogels „Stadtbad“. Eine Fotokopie davon kann jetzt in unserer ständigen Ausstellung besichtigt werden. Die drei Gewinner der Umfrage erhielten ihre Preise am 08. Juli in unseren Räumen ausgehändigt.

Der Verein dankt an dieser Stelle allen Künstlern und Bürgern, die Bilder zur Verfügung gestellt haben, den zahlreichen Besuchern der Ausstellung und allen Spendern sowie allen an der Organisation beteiligten Personen. Besonderer Dank gilt der Leitung des AZURIT Seniorenzentrums 3 Tannen, die uns sehr unterstützt hat und die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte.
Die Ausstellung kann als großer Erfolg bezeichnet werden. Einen Katalog zur Ausstellung können Sie ebenfalls beim HKV für 8,00 € erwerben.


Mai 2025 

Geschichte der Thalheimer Schnitzkunst

Ende Mai erschien die vom HKV herausgegebene 60-seitige Broschüre:

„Fritz Wetzel und der Mal- und Schnitzverein Thalheim/Erzg. bis 1948“, 

eine Dokumentation zum 125. Geburtstag des Holzbildhauermeisters. Sie erzählt detailliert die Geschichte der Entwicklung der Thalheimer Schnitzkunst in den 1930-er und 1940-er Jahren, die eng mit dem Künstler verbunden ist. Der Verein und Thalheim machten sich durch mehrere große Volkskunst-ausstellungen einen Namen über die Grenzen des Erzgebirges hinaus. Besucherzahlen von 15.000 im Jahr 1933 und 18.500 im Jahr 1936 sprechen für sich. Große Werke wie Albin Vogels „Erntesegen“ und die Gemeinschaftarbeit „Die Entstehung Thalheims“ können auch heute noch in der ständigen Ausstellung unseres HKV besichtigt werden. Die Märchenpyramide von Fritz Wetzel ist leider dem Bombenhagel im Februar 1944 in Dresden zum Opfer gefallen. Auch über die Schnitzschule wird Interessantes berichtet. Zahlreiche Fotos zeigen die wunderschönen erzgebirgischen Kunstwerke. 

Die Broschüre kann zum Preis von 9,00 € beim Verein erworben werden. 


März 2025
Neuer historischer Rundweg übergeben
Am Dienstag, dem 18. März wurde der historische Rundweg durch Thalheim bei einer Pressekonferenz des Bürgermeisters eingeweiht. Insgesamt 25 Tafeln wurden in den letzten Wochen aufgestellt, die an vergangene, abgerissene Gebäude Thalheims erinnern. Auf dem rund zwei Kilometer langen Weg kann sich der Besucher oder „Tholmer“ an Hand der informativen Tafeln ein Bild machen, wie es an dem jeweiligen Ort früher aussah. Kurze Informationen geben weitere Auskünfte. Die Tafeln sind außerdem mit einem QR-Code ausgestattet, um weiterführende Informationen zu vermitteln. Das ist jedoch noch in Arbeit. Ebenso ist eine Übersichtskarte vorgesehen, die alle Standorte anzeigt. Eine Erweiterung der Standorte ist schon geplant.



Februar 2025

the art of tholm

Bilder aus 100 Jahren

Anlässlich unseres 100. Stadtjubiläums plant der Heimatkundliche Verein Thalheim/Erzgeb. e.V. eine Ausstellung mit Bildern, Ölgemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Linolschnitten, Lithographien, usw. zu veranstalten. Diese soll in der Festwoche im Juni 2025 stattfinden. 


Dezember 2024
Friedliche und besinnliche Weihnachten

Liebe ThalheimerInnen, die vorweihnachtliche Zeit im Erzgebirge gibt uns die Gelegenheit und Muse, über das vergangene Jahr 2024 zu resümieren und uns an den gemeinsamen Erfolgen zu erfreuen. Wir möchten deshalb die Gelegenheit nutzen und Ihnen für Ihre wohlwollende Unterstützung und Zusammenarbeit recht herzlich danken.
Wir verbinden damit die Hoffnung, dass wir das auch in Zukunft fortsetzen können.
Die Vereinsmitglieder wünschen Ihnen und Ihrer Familie
besinnliche Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr 2025.


November 2024
Besucht unsere ständige Ausstellung am 2. Adventswochenende

Der HKV hat wie jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt am 7. und 8. Dezember seine Ausstellung von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wir haben im vergangenen Jahr einige neue Ausstellungsstücke erwerben können, die wir Ihnen präsentieren möchten. Ein funktionstüchtiges Clausophon-Grammophon mit zahlreichen Schallplatten verschiedener Labels, die in Thalheim produziert wurden. Außerdem eine Kettelmaschine, wie sie anfang des vorigen Jahrhunderts in vielen Häusern in Thalheim stand. Darauf wurden Strümpfe in Heimarbeit gekettelt. Außerdem ein Kupferrelief der Strumpffabrik von Max Richard Hofmann, Wiesenstraße, welches uns der letzte Besitzer überließ. Auch ist es wiederum möglich Dokumentationen, Filme, historische Postkarten, Bücher u.a. zu erwerben.
Besuchen Sie uns! Es lohnt sich auf jeden Fall.



August 2024
Sonderöffnungszeit unserer Ausstellung und Sammlerflohmarkt
zur Verkaufsnacht am 28. September
Der Heimatkundliche Verein öffnet anlässlich der Verkaufsnacht seine ständige Ausstellung in der Zeit von 16:00 – 20:00 Uhr.
Neuheiten: Ein Clausophon-Grammophon mit original Schellackplatten Made in Thalheim und ein Kupferrelief der Strumpffabrik W. Hofmann (Wiesenstr.4), welches uns der ehemalige Besitzer jüngst überlassen hat.
Außerdem führen wir in dieser Zeit einen Sammlerflohmarkt in unseren Räumen durch. Angeboten werden können sammelwürdige Objekte wie Postkarten, historische Geldscheine, Münzen und Rechnungen, Briefmarken, Bilder, Bücher, Zeitungen usw.. (keine Textilien, Haushaltsgegenstände oder Spielzeug usw.) Besonders begehrt sind Stücke mit Bezug zu Thalheim und das Erzgebirge. Wer also derartige Dinge sein eigen nennt und diese veräußern will, kann sie einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren.
Der Verein bietet interessante Dokumentationen und Videos zu verschiedenen Themen an. Verkäufer melden sich bitte vorher bis zum 24.09.2024 unter Telefon 0160 92900613 an. Standgebühren werden nicht erhoben. Bei Erfolg freuen wir uns über eine angemessene Spende.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!


März 2024
Die Firma CLAUSOPHON AG ist nicht jedem Thalheimer bekannt. Sie entstand aus der Clemens-Claus AG - heute Krempel GmbH. Doch sie spielte als Produzent von Schallplatten in den 1920er und frühen 1930er Jahren eine bemerkenswerte Rolle in der discographischen und wirtschaftlichen Geschichte der deutschen Schallplattenindustrie. Aber kaum einer weiß, dass man neben den Schellackschallplatten auch sogenannte Sprechapparate baute. Das sind Grammophone, die als Stand- oder Tischgeräte angeboten wurden. Diese Geräte sind  heute sehr rar auf dem Grammophonmarkt. Dem Verein ist es jedoch gelungen, ein solches Standgerät der Marke CLAUSOPHON zu erwerben. Außerdem besitzt der Heimatkundliche Verein von fast allen Schallplatten-Labels der verschiedenen Clausophon-Gesellschaften mindestens ein Exemplar. Wer sich dafür interessiert, kann sich gerne in unserer Ausstellung informieren.

Februar 2024
Der Verein hatte zum Vortrag über die Geschichte der Entwicklung des Motorrades „Eisenhammer“ und der gleichnamigen Aktiengesellschaft eingeladen. „Eisenhammer“ ist jedem Thalheimer ein Begriff. Doch verbindet sich damit bei den Meisten nur die Erinnerung an die schon lange geschlossene Gaststätte – bei den Älteren vielleicht noch an das schon ewig abgerissene Sägewerk. In dem sehr interessanten und kurzweiligen Vortrag berichtete der Autor und Referent Monty Hübner über die Entwicklung des gesamten Terrains links und rechts der Zwönitztalstraße seit der ersten Erwähnung im Jahre 1681. Schwerpunkt war aber die Zeit in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und die Entwicklung der Aktiengesellschaft Eisenhammer. An wichtigen Details zum Motorrad fehlte es natürlich nicht. Eine restaurierte Original – Eisenhammer steht in unserer ständigen Ausstellung zur Besichtigung. Der Beifall am Ende des Vortrages zeugte von der Begeisterung der anwesenden Gäste und Vereinsmitglieder.